Der Gemeinderat möge beschließen, dass das geplante Gewerbegebiet im „Unterbrunner Holz“ verlagert wird auf die durch Planfeststellungsbeschluss als Gewerbegebiet ausgewiesene Fläche in der Gemarkung Gauting am Flughafen Oberpfaffenhofen – vormaliger Eigentümer EADS bzw. Airbus

 

 

Begründung:

 

Es ist unstrittig, dass die Gemeinde Gauting ein Gewerbegebiet benötigt, um ihre Aufgaben auch in Zukunft meistern zu können und auf finanziell sichere Füße gestellt zu sein.

Eine Verlagerung würde der Gemeinde Zeit und Geld sparen und außerdem der Umwelt

nützen.

Allerdings hatten wir schon bei der Beschlussfassung große Bedenken geäußert hinsichtlich der massiven Eingriffe in den Bannwald und die vorhandenen Wasserschutzgebiete. Der Bannwald erfüllt wichtige Funktionen wie Boden-, Luft- und Wasserschutz.

Nun hat sich durch den Verkauf der Fläche in der Gemarkung Gauting am Flughafen Oberpfaffenhofen die einmalige Chance ergeben, das geplante Gewerbegebiet auf diese Fläche zu verlagern. Des Weiteren sehen wir die Möglichkeit einer Verfahrensverkürzung, da dort bereits ein Gewerbegebiet per Planfeststellungsbeschluss ausgewiesen ist. Das macht eine deutlich schnellere Realisierung des Gewerbegebiets möglich. Die Möglichkeit, das Gewerbegebiet auf der geplanten Fläche zu belassen und die Fläche am Flughafen „on Top“ dazuzuschlagen, lehnen wir ab.

Der SPD-Kreisverband Starnberg und der Gautinger Ortsverein der SPD laden gemeinsam alle Bürgerinnen und Bürger zum Neujahrsempfang am Sonntag, 29. Januar 2017, um 11 Uhr ins Bosco. Prominenter Gast ist der ehemaligen Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse. Er wird über das Thema „Deutschland als Einwanderungsland“ sprechen.

 

Die SPD im Gautinger Rat hat dem Haushalt 2017 zugestimmt, sieht aber der Finanzplanung der kommenden Jahre mit Sorge entgegen: „Knapp 8 Millionen an Krediten muss die Gemeinde – nach heutigem Stand – bis 2020 aufnehmen, um ihren Verpflichtungen nach zu kommen“, erklärt Fraktionssprecherin Julia Ney. „Diese Finanzierung steht in unseren Augen auf tönernen Füßen. Gleichzeitig lassen wir dem nächsten Gemeinderat keinen finanziellen Spielraum für Unvorhergesehenes. Daher haben wir uns klar gegen diese Planung ausgesprochen.“ Die komplette Haushaltsrede finden Sie im Anschluss.

Gleichzeitig hat Fraktionssprecherin Ney angekündigt, ihr Mandat aus persönlichen Gründen im Januar nieder zu legen: „Die langen Sitzungen, die intensive Vorbereitung, das alles kostet Zeit, die ich als berufstätige Mutter einer sehr kleinen Tochter nicht mehr habe. Ich habe lange mit mir gehadert, aber nun beschlossen, das Mandat zugunsten der Familie nieder zu legen.“ Die Entscheidung erleichtert habe Ney die Zusage von Stephanie Pahl, die ihr nachrückt.

 

 

Haushaltsrede 2017

 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

meine Kolleginnen und Kollegen Gemeinderäte,

an erster Stelle möchte ich mich bei der Kämmerin und der Verwaltung für die Erarbeitung des Haushalts bedanken: Man sieht dem Machwerk an, wieviel Zeit, Mühe, und Energie sie in jede einzelne Seite gesteckt haben – wir wussten es in den Vorberatung zu schätzen, haben Sie herzlichen Dank dafür!

 

Über die politischen Akzente lässt sich streiten, und Sie, meine Damen und Herren, werden sich nicht wundern, dass wir als SPD andere gesetzt hätten. Ob es die umweltschonende LED-Beleuchtung in den öffentlichen Gebäuden, die Unterstützung der finanziell schwach Gestellten in unserer Kommune oder die zügige Aufstockung der Grundschule Stockdorf ist, die hier mit Planungsgutachten oder Wettbewerben ohne Sieger für das alte Grundschulareal konkurrieren – wir respektieren ihre Entscheidung.

Daher werden wir dem Haushalt für 2017 zustimmen, jedoch nicht der Finanzplanung.

Aus einem einfachen Grund: Die Finanzplanung ist konfus und steht auf tönernen Füßen: Wir wissen nicht, wie wir die kommenden Haushalte genehmigungsfähig gestalten sollen.

Die Finanzplanung ist aktuell auf drei Säulen aufgebaut: Diese sind

– Veräußerung von Gemeindegrundstücken,

-massive Entnahmen aus der Rücklage

– und Kreditaufnahmen.

Das ist keine solide Planung.

 

Auch wenn Sie das Beispiel nicht mehr hören können: Wir planen ein Parkdeck für 4 Millionen Euro und wissen gleichzeitig nicht, wie wir die gesetzliche vorgeschriebenen Zuführungen leisten sollen?

Die nächsten Kommunalwahlen sind – in dem Fall sage ich tatsächlich „bereits“- 2020, es ist also an der Zeit, auch an die nachfolgenden Verantwortlichen zu denken.

 

Lassen Sie mich noch kurz ein paar Worte zum viel zitierten Gewerbe verlieren:

Ja, wir haben ein Gewerbegebiet genehmigt und ja, Gauting braucht es zweifelsfrei. Doch es wird frühestens der Gemeinderat davon profitieren, der sich mit dem Haushalt 2027 befassen wird. Denn die ersten zehn Jahre nach Fertigstellung können die Firmen so hohe Abschreibungen tätigen, dass bei uns kein zusätzlicher Cent ankommen wird. Gelöst ist auch nicht das Problem, dass sich u.U. Firmen ansiedeln, die hier keine Gewerbesteuer zahlen.

 

Frau Dr. Kössinger, liebe Kolleginnen und Kollegen der CSU Sie werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass uns diese Einnahmequelle fehlt. Erlauben Sie mir eine Frage: Warum belassen wir dann das Gewerbegebiet in der Ammerseestrasse nicht? Warum soll das ortsnahe, große Areal unbedingt in ein Mischgebiet mit Wohnbebauung umgewandelt werden – statt das zu bleiben, was wir auch ihren Worten nach so dringend benötigen, nämlich ein Gewerbegebiet? Ich habe diese Frage bei den Haushaltsberatungen 2015 gestellt, ich haben sie 2016 gestellt, und ich stelle sie heute wieder. Der von uns eingestellte Regionalmanager Herr Kühnel-Widman hat im Rahmen seiner Tätigkeit herausgefunden, dass sich die Gewerbetreibenden vor Ort ein Gewerbegebiet wünschen, das maximal 1,7 Kilometer vom Ortskern entfernt liegt. Wir wünschen uns einen Regionalmanager, um unsere Wirtschaft vor Ort besser zu verstehen und zu unterstützen – aber sobald wir konkrete Bitten kennen, ignorieren wir sie?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bitte Sie, im kommenden Jahr nicht nur Projekte zu verabschieden, sondern diese auch auf den Weg zu bringen.

 

Ich wünsche Ihnen eine Portion Realismus für das Machbare und eine Planung, die Angestoßenes umsetzt.

Ich danke Ihnen und bedanke mich an dieser Stelle für die Zusammenarbeit. Ich werde mein GR-Mandat aus persönlichen Gründen am 31.12.2016 nieder legen.

Es war ein ganzes Bündel heißer Eisen, das sich die Gautinger Sozialdemokraten für ihren politischen Diskussionsabend im Kulturzentrum Bosco zusammengesucht und den beiden Referenten in die Hand gedrückt hatten. Doch weder der junge Bundestagskandidat Christian Winklmeier aus Gilching, noch der ehemaligen Landtagsabgeordnete und heutige Landesvorsitzende der bayerischen Arbeiterwohlfahrt, Thomas Beyer, scheuten sich beherzt zuzugreifen. „Soziale Themen rücken immer stärker in den Vordergrund und sie sind zu ernst, um sie den Populisten zu überlassen“, sagte Winklmeier. Dabei müsse man aber möglichst genau unterscheiden zwischen den gefühlten und den echten Ungerechtigkeiten. Beispiele: Es stimmt einfach nicht, dass Flüchtlinge besser behandelt werden als Hartz-IV-Empfänger. Ungerecht hingegen sei es durchaus, wenn ein Konzernvorstand zweihundertmal so viel verdient wie einer seiner Angestellten.

Als SPD-Gemeinderätin Julia Ney, die Moderatorin des Abends, auf den Mangel an bezahlbaren Wohnungen im Ballungsraum München und besonders im Landkreis Starnberg zu sprechen kam, verwies der AWO-Chef Beyer auf das „leuchtende Beispiel Wien“. Wohnungsnot sei dort ein Fremdwort, weil die Stadt seit vielen Jahren preisgünstigen Wohnraum schaffe. „Die Stadt Wien besitzt 220 000 eigene Wohnungen, dazu kommen noch andere preisgünstige Modelle, wie etwa Genossenschaften.“ Bund und Land müssten dringend den lange vernachlässigten sozialen Wohnungsbau wieder aufnehmen. Es sei beschämend, sagte Beyer weiter, wenn einerseits die Finanzminister Schäuble und Söder ständig über herrlich viel Geld aus dem sprudelnden Steuerquellen jubelten, andererseits aber allein in Bayern 124 000 Kinder unter der Armutsgrenze und 1,7 Millionen Menschen an dieser Grenze leben müssten, von den 25 Prozent der Alten ganz zu schweigen, deren Rente oft nicht einmal für das Nötigste reiche.
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Veranstaltung am Montag, 28.November 2016, um 19.30 Uhr im bosco,  Oberer Kirchenweg 1,  82131 Gauting. Weiterlesen

„Das Regional Würmtal ist unbedingt erhaltenswert. Daran ist überhaupt nicht zu rütteln“, sagt die Sprecherin der SPD-Fraktion im Gautinger Rat, Julia Ney. Weiterlesen

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Nach ihrer Neugründung sind die Jusos nun zum ersten Mal öffentlich vertreten. Am 23. und 24. Juli kann man den Nachwuchs jeweils zwischen 16 und 18 Uhr an ihrem Stand auf der Wiese in der Germeringer Straße kennenlernen und obendrein am Glücksrad ein Freibier oder Spezi gewinnen! Dazu gibt es Flyer, Kugelschreiber und ganz wichtig natürlich: nette Gespräche. Die Jusos freuen sich auf Euer Kommen!

Partei und Fraktion der SPD in Gauting fordern das Landratsamt Starnberg auf, bei der geplanten Umsiedlung der Flüchtlinge aus der Bergstrasse auf mehr Menschlichkeit statt allein auf Machbarkeit zu setzen.

Im ehemaligen Schwesternwohnheim in der Gautinger Bergstrasse wohnen knapp 40 Asylsuchende, die meisten von ihnen müssen offenbar überstürzt am kommenden Montag in eine Container-Anlage nach Seefeld umziehen. Die SPD im Gautinger Gemeinderat sowie die Spitze der Partei sprechen sich klar gegen dieses Vorgehen aus.

„Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum gut integrierte Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden“, so der Gautinger Parteivorsitzende Dieter Appel. „Wir fordern das Landratsamt auf dafür zu sorgen, dass diese Menschen in Gauting bleiben können, idealerweise in der Bergstrasse selbst.“ Angeblich ist das Auslaufen des Mietvertrages der Grund für den vorgesehenen Umzug. „Als die Flüchtlingsströme den Landkreis beinahe überrollt haben, wurde mit viel Phantasie und Menschlichkeit gehandelt. Wir wünschen uns dieses Vorgehen auch jetzt“, so der Parteivorsitzende.

„Diese Menschen haben vermeintlich alles richtig gemacht: Etwa zehn von ihnen arbeiten in Gauting oder stehen kurz davor, sie besuchen Deutschkurse in den Räumen von Webasto, der Helferkreis arbeitet exzellent“, sagt SPD-Fraktionssprecherin Julia Ney. „Wir wollen ihnen die Chance geben, nach häufig traumatischen Erlebnissen hier die Integration in Ruhe fortsetzen zu können.“ Die Gautinger SPD sowie die Mitglieder des Gautinger Gemeinderats fordern daher das Landratsamt dringend dazu auf, eine verträgliche Unterbringung in Gauting sicher zu stellen, zur Not in einer anderen Unterkunft. „Sollte dies aktuell nicht möglich sein, so fordern wir, dass die Menschen wenigstens vorübergehend in die noch freie Anlage nach Krailling ziehen können“, so Julia Ney und Dieter Appel unisono. „Dort wäre gewährleistet, dass sich die Flüchtlinge zumindest auf ihre gewohnte Infrastruktur aus Vertrauenspersonen, Deutschkursen, Arbeit und Umgebung verlassen könnten.“ Offenbar ist seitens der Landkreisverwaltung geplant, Flüchtlinge aus Tutzing in Krailling unter zu bringen, während die Gautinger nach Seefeld sollen. „Der Umgang mit der Flüchtlingsthematik des Landkreises war bislang meist vorbildlich“, so Julia Ney, die die SPD auch im Kreistag vertritt. „An dieser Stelle jedoch wirkt die Lösung, als sei sie allein am Reißbrett gezirkelt worden. Die 40 Asylbewerber müssen in Gauting oder im Würmtal bleiben können.“

Was sind aus sozialdemokratischer Sicht die brennendsten Themen in den nächsten 15 Monaten, wie soll der Bundestags-Wahlkampf aussehen – und warum bewirbt er sich um ein Mandat im Deutschen Bundestag? Diese und weitere Fragen wird der designierte Kandidat der SPD für den Bundestag, der Gilchinger Christian Winklmeier, am Mittwoch, 22.6., den Gautinger Genossen beantworten. Sie treffen sich, um die Delegierten für den neuen Bundeswahlkreis zu wählen, der sich künftig aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg sowie der Stadt Germering zusammensetzen wird. Gasthaus zum Bären, 19.30 Uhr, Pippinstrasse 1, 82131 Gauting

Kultur als Sahnehäubchen in Luxuszeiten?

 

Um 60% sollen künftig die Miete für das Gautinger Kulturzentrum Bosco erhöht werden, wenn es nach dem Willen der Bürgermeisterin und einer Mehrheit im Gautinger Rat geht.

Die SPD stellt sich klar gegen diese horrende Erhöhung: Tatsächlich würden unter dem Strich – nach Abzug der sich anteilig ebenfalls erhöhenden Gema-Gebühren zum Beispiel – jährlich nur Mehreinnahmen in Höhe von 3.000 Euro in die Gemeindekasse fließen.

In den Augen der SPD-Fraktion ist das kulturelle Leben Gautings, ebenso wie das Schulangebot, die Natur rundherum und die gute Anbindung zu München, einer der elementaren Mosaiksteine, der das Leben in unserer Kommune so lebenswert macht. Übersehen wird offenbar auch, dass wir mit dem Bosco Werbung für Gauting machen, die im Grunde unbezahlbar ist.

Kultur welcher Art auch immer, gehört mit zur Daseinsvorsorge in der Gesellschaft und kann sich nicht selbst tragen. Fast jeder Theater- und Konzertplatz in Deutschland wird gefördert. Die Folgen des Kaputtsparens sehen wir ja gerade auf anderen Feldern: marode Infrastruktur, überlastete Sicherheitskräfte, mangelnde Bildungsangebote, schlechte Pflege etc. Also ein armer Staat und privater, unermäßlicher Reichtum (Panama Papers!). Die Folge: ein Auseinanderdriften der Gesellschaft. Für den einzelnen bezahlbare Kultur ist auch dagegen ein Rezept. Das belegt die seit 10 Jahren jährlich wachsende Besucherzahl im bosco.

Ja, die Gautinger Gemeindekassen sind nicht üppig gefüllt, sparen steht auf der Tagesordnung. Doch die Priorisierung spricht eine deutliche Sprache: Es wird ein Parkdeck am Bahnhof für mehrere Millionen Euro gebaut, der katholischen Kirche wird die Sanierung der Kirche in Oberbrunn finanziert und für das Backhäusl in Unterbrunn werden 5000 Euro locker gemacht . Kultur in Gauting hingegen scheint für viele Ratsmitglieder nur ein Sahnehäubchen in Luxuszeiten zu sein.

In der HFA-Sitzung letzte Woche wurde immer wiederholt, dass „man ein Signal“ setzen muss. Was soll das für ein Signal sein? Es ist ein Signal gegen unsere Bürger, gegen die Ehrenamtlichen, die gerade auch im Bosco Enormes geleistet haben, gegen die Vereine und Parteien!

Die SPD im Gautinger Rat wird sich gegen die horrende Erhöhung aussprechen. Weil uns die unbezahlbaren Werte unserer Kommune viel wert sind.

Starnberger SZ 12.04.2016

2016 04 12 - StaSZ - Unbezahlbare Werbung - Gauting