Das Gautinger Rathaus zeigte die Planung für ein neues Viertel am AOA-Gelände. Gemeinde, Verband Wohnen und Kath. Siedlungswerk könnten jetzt bauen, so die Aussage. Dabei hätte man schon seit langem 14000 qm Wohnfläche bauen können. Das ist aber Bürgermeisterin und CSU nicht genug. Jetzt werden 27000 qm geplant. Statt 140 Wohnungen soll es mit 264 fast doppelt so viele werden. Wie dicht sollen denn die Bewohner noch aufeinandersitzen, von den Anwohnern ganz zu schweigen? Wo bleibt die Wohnqualität? Die Rüstungsfirma Diehl, der das AOA-Gewerbegebiet gehört, darf aus Gewerbefläche Wohnfläche samt Supermarkt machen. Diehl kann so erheblich teurer verkaufen. Dabei ist ortsnahes und dezentrales Gewerbe für Gauting sehr wichtig. Ein verteilter Verkehr entlastet. Dieses Gewerbegebiet könnte viel schneller Gewerbesteuer einbringen, anstatt viele Jahre auf Einnahmen aus den geplanten Gewerbegebieten mitten in den Landschaftsschutzgebieten zu warten. Ein Supermarkt entsteht an der Bahnhofstraße. Zwei Supermärkte nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Wozu?

Bürgermeisterin und CSU kann es wieder einmal nicht groß genug werden. Der Klotz am Hauptplatz durfte noch größer gebaut werden als ursprünglich geplant. Sontowski baut so massiv, weil die Gemeinde ihm zu viel Grund verkaufte, denn für einen sicheren Radweg an der Bahnhofstraße ist kein Platz mehr, was Frau Kössinger im Nachhinein selber feststellte. Mit den geplanten Gewerbegebieten von 420.000 qm will man die Gewerbefläche in Gauting verdoppeln, mit bis zu 7000 neuen Pendlern bei 20.000 Bewohnern! Viele werden hier wohnen wollen. Die massiven Auswirkungen auf Verkehr und Mieten werden konsequent verschwiegen. Jetzt noch ein Verkehr von 700 Bewohnern bei AOA. Der Architekt preist den Entwurf mit seinen stark verdichteten Bauten in München an. Nur wir sind hier nicht in München und wir wollen auch nicht wie München werden!

Eberhard Brucker