Zum Artikel „FDP zeigt Flagge für Asto-Eco-Park“ vom 31.Juli 2018

Münchner Merkur Ausgabe Starnberg
Freitag , 3.August 2018

Die FDP reiht sich in die Befürworter der geplanten Gautinger Gewerbegebiete ein. Dagegen hat die SPD-Mitgliederversammlung zu diesem Thema deutlich gezeigt, dass die allermeisten diesem Vorhaben sehr skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen.

Warum diese Skepsis und Ablehnung? Es gibt bis heute keine Finanzplanung, die aufzeigt, wie viel zusätzliche Gewerbesteuer die Gemeinde langfristig braucht. Die Gemeindeverwaltung will mehr als 70 Hektar große Gewerbegebiete entwickeln, war aber in den vergangenen vier Jahren nicht in der Lage, auf der bis heute ungenutzten Gewerbefläche von 5.5 Hektar auch nur einen einzigen Betrieb anzusiedeln. Nebendran haben andere es erfolgreich getan.
Mehr als 7O Hektar als Gewerbegebiete gleichzeitig entwickeln zu wollen, ist beispiellos. Allen Beteuerungen zum Trotz ist schließlich ihre komplette Bebauung absehbar.
Das Gesamtverkehrskonzept der Gemeinde geht nicht auf den erheblichen Anstieg des Verkehrs durch die Tausenden von Beschäftigten ein. Neue millionenteure Straßenbauten sind absehbar. Viele der Beschäftigten werden in unserer Gegend wohnen wollen. Die Auswirkungen auf Wohnen und steigende Mieten werden konsequent verschwiegen. Weiterer Landschaftsverbrauch für Wohnbebauung ist absehbar.
Einen Bannwald umzulegen, ist alles andere als ökologisch, denn der Ersatz braucht 100 Jahre. Die Verschlechterung des Klimas in unserer Gegend ist durch die großflächige Rodung und Bebauung absehbar. Diese Planung ist in ihrer Gösse völlig überzogen, nicht zu Ende gedacht, setzt einseitig auf die maximale Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen und geht rücksichtslos mit unseren Nachbargemeinden um. Wir brauchen eine Planung, die zu Gauting passt. Wir brauchen eine Planung, die das Gespräch mit den Nachbargemeinden sucht und eine nachbarschaftsverträgliche Lösung, wenn nicht gar Kooperation anstrebt. Eberhard Brucker SPD Gauting

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